Schauspiel
Mieter

Ein Stück von Paco Gámez
Deutsch von Franziska Muche und Lea Saland

„Immer trifft uns alles aus heiterem Himmel; Tiere wittern die Dinge, ich nicht.“ Unser Protagonist lebt im Zentrum der Stadt und schlägt sich als Theaterautor und Privatlehrer durch. Das klappt einigermaßen, bis plötzlich zum nächsten Monat die Miete um 75% erhöht werden soll. Entweder er zahlt, oder er zieht aus.

Inka Neubert hat den autofiktionalen Text über Gentrifizierung und Hilflosigkeit gegenüber einem seelenlosen System am Theaterhaus G7 packend und humorvoll in Szene gesetzt. (Mannheimer Morgen)

Der Eigentümer ist selbstverständlich nicht zu erreichen und die Dame bei der Hausverwaltung ist über persönliche Besuche nicht gerade erfreut. Auch der Bademeister reagiert empfindlich auf halsbrecherische Sprünge vom Beckenrand. An ein funktionierendes Liebesleben ist nicht mehr zu denken und selbst der Hund im Haus gegenüber hat den Mieter zum Feind erkoren.

Der Mieter fällt durch die Maschen des Systems der kapitalistischen Normalität – bis er sie zerschneidet. Er spielt nicht mehr mit, wird zum Tier, das sein Revier verteidigt und geht im Kampf gegen einen unbesiegbaren Gegner schließlich mit größtmöglichem Pathos zum Äußersten: er schmeißt eine Party.

Das überwältigende Stück lässt dem Publikum nur wenige Atempausen. (Die Rheinpfalz)

Paco Gámez‘ Ein-Personen-Stück nimmt uns mit auf eine emotionale Fahrt durch die Vorhölle der kapitalistischen Verwertungslogik, beutelt seinen Protagonisten, feiert die radikale Verweigerung und entdeckt die Menschlichkeit im absurden, weil aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen wieder.

… eine Tour de Force durch die emotionalen Brüche, die das Leben des Protagonisten und eine ganze Generation erschüttern. (Rhein-Neckar-Zeitung)

Eine Produktion von Theaterhaus G7


Mit
Maximilian Wex

Sprecher*innen
Susanne Berckhemer, Marie Eberhardt, Moritz Hahn, Matthias Hecht, Sina Peris und Bernadette Evangeline Schlottbohm

Inszenierung
Inka Neubert

Bühne und Kostüm
Isabel Garcia Espino

Video und Sound
Philippe Mainz

Lichtdesign
Stefan Grießhaber

Choreografische Beratung
Catherine Guerin

Dramaturgie
Philipp Bode

Assistenz
Sophie Becker, Marie Brandstetter

Bühnenbau
Hubertus Seelhorst

Technik
Joshua Nerz

Premiere 7. März 2024

Termine
Fr. 14. Juni, 20:00 Uhr Tickets
Sa. 15. Juni, 20:00 Uhr Tickets


Nach der Vorstellung am 14. Juni findet ein Hausgespräch statt.

Spieldauer
ca. 75 Minuten, keine Pause


Fotos
Arthur Bauer